Valeo ist „green by nature“: das gilt sowohl für die Produktentwicklung als auch für die Gestaltung und die Tätigkeiten der Werke.
Schon in der Produktplanungsphase umweltbewusst handeln
Valeo berücksichtigt seit langem schon in der Phase der Projektbeurteilung Kriterien wie Energieverbrauch, Gewicht, Materialauswahl und Vermeidung verbotener Substanzen. Im Jahr 2007 führte das Unternehmen einen verbindlichen „Eco-design Standard” für die Entwicklungsphase aller F&E-Projekte ein. Diese Richtlinie besagt, dass die Projektteams die Umweltbelastung des künftigen Produkts während seines gesamten Lebenszyklus (Anzahl, Art und Menge der Rohmaterialien, Produktion, Verpackung, Transport und Wartung, Ausbau, Recycling, Wiederverwendung, Entsorgung) bewerten müssen. Um den Planern die Einbeziehung all dieser Faktoren in ihre Produktentwicklungsprojekte zu erleichtern, wurde ein mit einer Checkliste vergleichbares Werkzeug ausgearbeitet. Seit 2008 werden alle Projekte in der Entwicklungsphase nach den Empfehlungen dieser Richtlinie geprüft.
Durch Innovationen den CO2-Ausstoß der Fahrzeuge verringern
 Das Micro-hybrid-System mit der Stop-Start-Technologie StARS von Valeo wurde im März 2008 am Beispiel eines Smart fortwo in den Straßen von Paris vorgeführt. |
Viele der neuen Produkte, die Valeo im Rahmen seiner Business Group Powertrain Systems entwickelt hat, zielen auf eine Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen ab. Das Unternehmen ist überzeugt, dass die Kombination der Micro-Hybrid-Technologie mit den Motorwärmemanagement-Systemen und Kupplungssystemen eine Verringerung der Schadstoffemissionen um bis zu 45 % ermöglicht. In dieselbe Richtung zielen die Anstrengungen aller Business Groups, Gewichtsreduktionen und Energieeinsparungen zu erzielen.
Im September 2009 brachte Valeo sein “Null-CO2-Auto-Weißbuch” heraus, in dem das Unternehmen seinen Standpunkt über die Entwicklung von Alternativen zum Verbrennungsmotor darlegt. Dort wird insbesondere erläutert, dass erhebliche Fortschritte und Innovationen erforderlich sind, bevor „Null-CO2-Autos“ zu einem weit verbreiteten Produkt werden. Dazu müssen alle Forschungsansätze geprüft und verfolgt werden. Konkret bedeutet das:
- weitere Steigerung des Wirkungsgrades von Verbrennungsmotoren, mit denen heute noch 90 % aller Automobile ausgerüstet sind
- weitere Entwicklung von Hybrid-Antriebsträngen, die eine leistungsstarke Alternative zum Verbrennungsmotor darstellen
- Fortsetzung der Forschungen über Elektrofahrzeuge mit Blick auf eine grundlegende Veränderung in der Beziehung des Nutzers zu seinem Fahrzeug und der Verwendung des Automobils in der Stadt.
Die Verwendung gefährlicher Substanzen reduzieren
 Die neue Lackierstraße im Werk Skawina (Valeo Wischersysteme, Polen) erfüllt alle Bestimmungen der EU-Richtlinien über Altmaterial-Entsorgung hinsichtlich Recyclingfähigkeit und Abwesenheit verbotener Substanzen.
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Eine im Jahr 2007 gebildete Pilotgruppe koordiniert die Implementierung der REACH*- Bestimmungen. Nach einer Vorstudie auf der Grundlage von Pilotstandorten hat das Unternehmen ein Werkzeug zur Bestandsaufnahme aller bedingt zugelassenen Substanzen erarbeitet, das von den Business Groups bestätigt wurde. Dieses Tool ist bereits in der Implementierungsphase, so dass Valeo in der Lage ist, die von der Richtlinie zur Vorregistrierung der Substanzen vorgeschriebenen Fristen einzuhalten. An einigen Standorten wurden bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet. So werden z.B. bei der Herstellung von Kupplungsbelägen keine Trichlorethylen-Lösungsmittel mehr verwendet, und dank einer „Gefahrenprodukte-Kampagne ist die Anzahl der Standorte, die noch krebserregende, das Erbgut verändernde und reproduktionstoxische Chemikalien verwenden, signifikant zurückgegangen.
* Nach der Ende 2006 eingeführten EU-Richtlinie REACH (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) sind alle Industriefirmen verpflichtet, die in ihren Produkten enthaltenen Substanzen bei der Europäischen Chemikalien-Agentur zu melden und nachzuweisen, dass sie nicht gefährlich sind. Weitere Informationen finden Sie unter http.//echa.europa.eu
Sparsamer Umgang mit Ressourcen
 Die Abwasseraufbereitungsanlage im brasilianischen Werk Campinas |
Valeo hat sich dazu verpflichtet, den Verbrauch von Wasser, Energie, Rohmaterial und Verpackungen an seinen Standorten zu reduzieren. So traf das belgische Werk Meslin l’Evêque ( Beleuchtung) 2008 mit der wallonischen Regionalregierung eine Vereinbarung über die Reduktion seiner Treibhausgasemissionen und die Erhöhung seiner Energieeffizienz.
Der Text sieht eine Reduktion des Treibhausgasindexes von 14 % bis 2012 vor. 2009 wurde in dem französischen Werk Isle d’Abeau (Elektrische Systeme) oberhalb der Produktionslinien ein Warmluftkanal zur Rückgewinnung von Kompressorenenergie installiert. Durch die so erzielte Reduktion des Gasverbrauchs dürften 255 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen werden.
Des Weiteren ergreifen zahlreiche Werke Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs durch bessere Kontrolle der Beleuchtung. In Angers (Frankreich, Beleuchtung) wird zum Beispiel die Innenbeleuchtung an die Stärke des Tageslichts angepasst. Gleichzeitig nutzt das Werk die von einem Produktionslinien-Abfallverbrennungsofen abgegebene Wärmeenergie.
An einem weiteren französischen Standort, Sainte Florine (Air management Systeme), wurden an den Arbeitsbereichen Energiesparbeleuchtungen angebracht, die an die jeweilige Aktivität angepasst werden können. Im mexikanischen Werk Toluca (Klimaanlagen) wurden 30 % der Werkstättenbeleuchtungen durch Energiesparleuchten ersetzt, die anstatt 1000 nur 300 Watt benötigen, während man im südkoreanischen Werk Daegu ( Transmissions) durchsichtige Dachplatten installierte, eine innovative Lösung zur Erhöhung des visuellen Komforts und Reduzierung des Bedarfs an künstlichem Licht.
Schließlich beschloss das Werk Campinas in Brasilien ( Wischersysteme), seine Abwässer vor Ort zu behandeln bzw. zu recyceln und Wasser aus artesischen Brunnen in Werksnähe zu verwenden. Auf diese Weise senkt man zugleich die Abwassermenge, die nach Kläranlagen befördert werden muss, und die per Lkw antransportierte Frischwassermenge, was eine Reduktion der transportbedingten Abgasemissionen von 90 % bringen dürfte.
Das „universelle Werkdesign“
Mit seinem „universellen Werkdesign“ will sicherstellen, dass alle Werkneubauten und Renovierungsprojekte nach einheitlichen Vorgaben realisiert werden, die im „ Factory Design Guide“ festgelegt sind. Diese Vorgaben betreffen die Wahl des Standorts, die Architektur und Bauweise, die Arbeitsbedingungen, die Einhaltung der offiziellen Vorschriften, die Optimierung des Energieverbrauchs und die Reduzierung von Schadstoffemissionen und Abfall. Nach dem brasilianischen Valeo Sicherheitssysteme-Werk Guaralhos (2007) wurden 2008 zwei weitere, nach diesen Grundsätzen erbaute Produktionsstätten eröffnet: Nanjing in China (Valeo Transmissions) und Kosice in der Slowakei (Sicherheitssysteme).
Langfristiges Engagement
Valeo wird seine Umweltpolitik konsequent fortsetzen. So sollen alle Standorte zertifiziert und für jede Messgröße Leistungsziele festgesetzt werden. Außerdem sollen die Anstrengungen zur Reduzierung des Verbrauchs von Rohmaterial, Wasser, gefährlichen Substanzen, Energie und folglich der CO2-Emissionen noch verstärkt werden. Ein Fokus liegt auf der Energieeffizienz der Verfahren und Gebäude sowie auf dem Einsatz erneuerbarer Energiequellen.
2009 initiierte Valeo erstmals eine Einschätzung seines „CO2-Fußabdrucks“ unter Berücksichtigung der Grundstoff- und Bauteilefertigung, des Energie- und Ressourcenverbrauchs bei der Produktion sowie des Transports. Das Ergebnis: der CO2-Fußabdruck von Valeo wurde für 2009 auf ca. 3,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente veranschlagt.
| Weitere Informationen über die sozialen Indikatoren von Valeo: siehe Kapitel 3 des Referenzdokuments von 2010: Klicken Sie hier |
